Der Oktober ist der Cybersecurity Awareness Month, doch die Diskussion rund um Cybersicherheit hat sich allein seit Beginn des Jahres 2026 drastisch verändert. Die größte Herausforderung der Branche besteht nicht mehr nur darin, Malware zu blockieren oder Spam zu filtern. Es geht darum, digitale Identitäten in einer Zeit zu schützen, in der künstliche Intelligenz Angreifern hilft, schneller und effizienter als je zuvor vorzugehen und immer überzeugendere Imitationsversuche zu erstellen.
Die Cyberkriminellen von heute greifen nicht nur Netzwerke an. Sie greifen Vertrauen an.
KI macht Identitätsbetrug schwerer erkennbar
Generative KI macht es Angreifern leichter denn je, ausgefeilte Phishing-E-Mails zu erstellen, sich als Führungskräfte und Marken auszugeben und hochgradig personalisierte Social-Engineering-Kampagnen in großem Umfang zu starten. Laut dem Verizon 2026 Data Breach Investigations Report war Phishing bei 16 % der Sicherheitsverletzungen der erste Angriffsvektor. Bei KI-gestützten Angriffen stieg dieser Wert auf 44 %.
Unternehmen stehen damit vor einer neuen Realität: Selbst sicherheitsbewusste Mitarbeitende können legitime Kommunikation oft nur schwer von betrügerischer unterscheiden, und Schulungen zur Cyberhygiene stoßen an ihre Grenzen.
Die Lücke bei der E-Mail-Authentifizierung
Ein Bereich, der zunehmend Aufmerksamkeit erhält, ist die E-Mail-Authentifizierung, die verhindert, dass Angreifer sich als legitime Domains ausgeben. Zwar wächst das Bewusstsein für diese Standards weiter, doch die Umsetzung ist nach wie vor uneinheitlich.
Die aktuelle Analyse State of Email Security 2026 von Red Sift ergab, dass fast 40 % der untersuchten Organisationen keine Richtlinien durchsetzen, die Domain-Impersonation blockieren können. Konkret bedeutet das: Viele vertrauenswürdige Marken, Institutionen und Organisationen sind weiterhin anfällig für Spoofing-Angriffe, mit denen Kunden, Mitarbeitende und Partner getäuscht werden können.
Die Ergebnisse unterstreichen einen grundlegenden Wandel in der Cybersicherheit. Sicherheitsverantwortliche konzentrieren sich zunehmend darauf, die Echtheit einer Nachricht nachzuweisen, statt nur zu prüfen, ob sie verdächtig wirkt.
Wie Red Sift Unternehmen hilft, Authentizität nachzuweisen
Um Unternehmen bei der Stärkung dieser Abwehr zu unterstützen, hat Red Sift seine Funktionen kürzlich in mehreren zentralen Bereichen erweitert.
BIMI Maker: verifizierte Logos ohne Komplexität
Erst letzten Monat hat das Unternehmen Red Sift BIMI Maker eingeführt, ein KI-gestütztes Tool, das die Einführung von Brand Indicators for Message Identification (BIMI) vereinfacht. Mit BIMI können Unternehmen verifizierte Logos direkt in teilnehmenden Posteingängen anzeigen, sodass Empfänger legitime Nachrichten von Marketing- und Vertriebsteams und sogar von Führungskräften schnell erkennen. Schluss mit E-Mails, in denen Ihr CEO um einen „kleinen Gefallen“ in Form von Geschenkkarten bittet.
Trotz der potenziellen Vorteile, darunter deutlich mehr Sichtbarkeit und Engagement, ist die Verbreitung von BIMI nach wie vor gering. Branchenstudien zeigen, dass fast 87 % der BIMI-Projekte vor dem Abschluss ins Stocken geraten, oft aufgrund komplexer technischer und Zertifizierungsanforderungen. Red Sift BIMI Maker nutzt KI, um viele dieser Hürden zu beseitigen, damit Unternehmen leichter visuelles Vertrauen im Posteingang aufbauen können. Es hat uns gefreut, dass Medien wie MarTech Series und Yahoo Tech darüber berichtet haben, damit möglichst viele Marketer von diesem kostenlosen Service erfahren.
OnDMARC und Microsoft Sentinel: E-Mail-Signale direkt im SOC
Red Sift hat außerdem kürzlich eine neue Integration zwischen Red Sift OnDMARC und Microsoft Sentinel angekündigt, mit der Unternehmen E-Mail-Authentifizierungs- und Phishing-Signale direkt in ihre Security-Operations-Workflows einbinden können. Durch das Streaming von DMARC-Forensikdaten und E-Mail-Authentifizierungsereignissen in Echtzeit an das Security Operations Center können Analysten potenzielles Phishing, Spoofing oder Domain-Impersonation schneller erkennen und diese Signale mit umfassenderen Threat-Intelligence-Daten korrelieren.
Die Integration löst ein seit Langem bestehendes Problem für Sicherheitsteams: Daten zur E-Mail-Authentifizierung lagen oft außerhalb klassischer Security-Monitoring-Umgebungen, sodass Analysten E-Mail-basierte Bedrohungen manuell mit anderen Kompromittierungsindikatoren in Verbindung bringen mussten. Wir freuen uns, dass Medien wie MSP Radio und IT Brief diese Neuigkeit mit Sicherheitsexperten weltweit geteilt haben.
Von der Erkennung von Bedrohungen zur Verifizierung von Vertrauen
Zusammen spiegeln diese Entwicklungen einen übergreifenden Trend wider, der die Cybersicherheit im Jahr 2026 prägt. Unternehmen gehen über einen reaktiven Ansatz hinaus, der sich allein auf die Erkennung schädlicher Aktivitäten konzentriert. Immer häufiger investieren sie in Technologien, die es einfacher machen, Identitäten zu verifizieren, Kommunikation zu authentifizieren und Angreifern weniger Gelegenheiten zu bieten, Vertrauen auszunutzen.
Das Fazit zum Cybersecurity Awareness Month
Die Botschaft des Cybersecurity Awareness Month ist klar: Cyberbedrohungen werden schneller, intelligenter und überzeugender. Da KI die Bedrohungslandschaft weiter verändert, müssen Unternehmen stärker auf digitale Identität, E-Mail-Authentifizierung und vertrauensbasierte Sicherheitskontrollen setzen, die Menschen helfen, legitime von schädlicher Kommunikation zu unterscheiden.
Cybersicherheit erfordert immer Wachsamkeit, unabhängig vom Monat. Doch im Zeitalter KI-gestützter Identitätstäuschung sind der Aufbau und die Überprüfung von Vertrauen zu einer der wichtigsten Abwehrmaßnahmen geworden, die Unternehmen einsetzen können.
Jay is a growth marketer, GTM driver, and a tech enthusiast. As Red Sift's Strategic Growth Director, he creates new tools and initiatives that reinforce our mission of creating a fundamentally safer internet.




