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Wie HTTPS HTTP abgelöst hat – und warum das immer noch wichtig ist

HTTPS ist heute der Standard für Websicherheit, aber viele Unternehmen haben noch Lücken. So verlief der Übergang und darauf sollten Sie heute achten.

Red Sift
Published: July 26, 2018·Updated: March 18, 2024·3 min read
Foto von Paweł Czerwiński auf UnsplashFoto von Paweł Czerwiński auf Unsplash
Foto von Paweł Czerwiński auf Unsplash

Am Dienstag, dem 24. Juli 2018, machte Google mit der Veröffentlichung von Chrome 68 einen großen Schritt in Richtung eines sichereren Internets. Nutzer erhalten nun eine Warnung, wenn sie eine Website besuchen, die unverschlüsseltes HTTP anstelle von HTTPS verwendet. Darüber wurde schon lange diskutiert, und wir bei Red Sift halten dies für eine großartige Initiative, da sie Website-Betreiber, die noch HTTP verwenden, dazu ermutigt, auf das sicherere und verschlüsselte HTTPS umzusteigen – andernfalls riskieren sie, dass Besucher abspringen, sobald die Worte „Nicht sicher“ in der Browserleiste erscheinen.

Was sind HTTP und HTTPS?

HTTP steht für Hypertext Transfer Protocol und ist eines der zentralen Elemente, die das Internet tragen. Dieses Protokoll ermöglicht es, Seiten abzurufen und zu laden, die auf verschiedenen Servern gehostet werden. Das moderne HTTPS-Protokoll löst das Hauptproblem von HTTP: die Tatsache, dass es von Natur aus unsicher ist und keine Verschlüsselung verwendet, um Nutzer vor schädlichen Inhalten und Systemen zu schützen.

HTTPS ist nicht neu, warum also erst jetzt?

HTTPS, also Hypertext Transfer Protocol Secure, gibt es schon seit etwa 10 Jahren, aber bisher wurde es nur für bestimmte Teile von Websites genutzt. Üblicherweise fand man HTTPS nur auf Seiten, auf denen Passwörter oder andere sensible Informationen eingegeben wurden. Wenn Sie sich an den IT-Unterricht in der Schule zurückerinnern, wissen Sie noch, dass man Ihnen eingeschärft hat, niemals Passwörter oder sensible Informationen auf einer Website einzugeben, wenn nicht das Schloss-Symbol in der Adressleiste zu sehen war.

Der Grund, warum HTTPS nicht schon früher breiter eingesetzt wurde, war, dass es vor nicht allzu langer Zeit eine erhebliche Belastung für Server und Netzwerkgeschwindigkeit bedeutet hätte, ganz zu schweigen davon, dass man für sein HTTPS-Zertifikat tatsächlich bezahlen musste. Zum Glück verursacht HTTPS mit moderner Technologie keine Serverbelastung mehr und beeinträchtigt die Geschwindigkeit nicht, sodass in den meisten Fällen kein Leistungsverlust zu spüren ist. Darüber hinaus haben Initiativen wie „Let’s Encrypt“ Kräfte wie Google, Facebook, Github und Cisco zusammengebracht, um kostenlose HTTPS-Zertifizierungen anzubieten.

Warum begeistert diese Entwicklung Red Sift also so sehr?

Von nun an warnt die neueste Version von Google Chrome Nutzer, wenn sie auf einer HTTP-Seite landen, mit einem Hinweis in der Browserleiste – vergleichen Sie das mit dem, was Sie sehen, wenn Sie eine mit HTTPS abgesicherte Seite besuchen. Zusätzlich sehen Nutzer möglicherweise ein Popup, das erklärt, warum die Seite nicht sicher ist.

Unsichere vs. gesicherte WebsitesUnsichere vs. gesicherte Websites
Unsichere vs. gesicherte Websites

Als Cybersicherheitsunternehmen mit der Mission, Cybersicherheit für alle zu demokratisieren, freuen wir uns sehr, dass solche Initiativen umgesetzt werden. Sie ermutigen Website-Betreiber proaktiv, ihre Sicherheit zu aktualisieren – andernfalls riskieren sie, als nicht vertrauenswürdige Seite eingestuft zu werden. Auch wenn solche Ansätze manchen hart erscheinen mögen, lässt sich nicht bestreiten, dass dieser Ansatz eine größere Wirkung haben und zu einer sichereren Online-Umgebung für uns alle beitragen wird.

Wie kommen Sie also an Chrome 68?

Sie können Ihre Chrome-Version wie folgt auf 68 aktualisieren:

  1. Öffnen Sie Chrome auf Ihrem Computer
  2. Klicken Sie oben rechts auf „Mehr“
  3. Klicken Sie auf „Google Chrome aktualisieren“. Wenn Sie diese Schaltfläche nicht sehen, verwenden Sie bereits die aktuellste Version.
  4. Klicken Sie auf „Neu starten“

Ganz einfach! Wenn Sie das nächste Mal unwissentlich eine HTTP-Website besuchen, sehen Sie die Warnung und können selbst entscheiden, ob Sie trotzdem weiter surfen möchten.

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