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Phishing zu Weihnachten: Wie Angreifer festliche Einkäufer ins Visier nehmen

Weihnachten ist Hochsaison für Phishing. So nutzen Angreifer den Geschenkekauf-Rausch aus, um Zugangsdaten, Kartendaten und Identitäten zu stehlen.

Faisal Misle·Senior Lead CSE
Published: December 22, 2020·Updated: August 5, 2024·3 min read

Es ist die schönste Zeit des Jahres – nicht nur für Familien, die Geschenke für ihre Liebsten kaufen, sondern auch für Cyberkriminelle, die es auf gestresste Mitarbeiter und die durch die globale Pandemie möglicherweise weniger wachsamen Menschen abgesehen haben.

Hier sind einige Wege, wie Cyberkriminelle Ihre Aufmerksamkeit – und Ihr Geld – erbeuten wollen.

Gefälschte Benachrichtigungen über fehlgeschlagene Zustellungen

Da 75 % der Nutzer planen, ihre Online-Einkäufe in diesem Jahr zu erhöhen, nutzen Cyberkriminelle die gesteigerte Aktivität, um an persönliche Informationen zu gelangen oder Menschen dazu zu bringen, auf E-Mail-Anhänge zu klicken oder diese zu öffnen. Viele Phishing-E-Mails scheinen oft von bekannten Händlern wie Amazon oder Versandunternehmen wie UPS, DHL und FedEx zu stammen, in der Hoffnung, Sie zum Klicken auf einen Link zu verleiten.

Es ist wichtig, dass Sie bei einer verdächtig erscheinenden E-Mail oder einer, die ein Gefühl der Dringlichkeit vermittelt – etwa dass Ihre Lieferung nicht rechtzeitig ankommt – immer den Absender überprüfen und keine verlinkten Anhänge öffnen. Wenn Sie sich bei einer Paketzustellung unsicher sind, können Sie die Sendungsnummer direkt auf der Website des Zustelldienstes eingeben, ohne sich auf die betrügerische E-Mail einzulassen.

Kauf von Geschenkkarten/CEO-Betrug

Die Feiertage sind auch eine Zeit, in der sich Angehörige gegenseitig Geschenkkarten schicken, und in diesem Jahr werden sich aufgrund von Kontaktbeschränkungen wahrscheinlich mehr Menschen für digitale Versionen entscheiden. Leider bietet dies Cyberkriminellen eine hervorragende Gelegenheit, sich als Ihr CEO auszugeben und Sie zu bitten, in seinem Namen Geschenkkarten für seine Liebsten zu kaufen – angeblich aufgrund geschäftlicher Verpflichtungen am Jahresende.

Auch hier gilt: Jede E-Mail, die ein Gefühl der Dringlichkeit vermittelt oder eine ungewöhnliche Anfrage enthält, sollte immer gründlich überprüft werden, bevor Sie darauf reagieren. Wir empfehlen grundsätzlich, den Absender anzurufen, wenn Sie sich unsicher sind, um die Anfrage direkt zu überprüfen. Es ist immer besser, vorsichtig und sicher zu sein, als voreilig zu handeln und möglicherweise für Ihre Handlungen haftbar gemacht zu werden.

Saisonale/aktuelle Betrugsmaschen

Im Jahr 2019 analysierte das Proofpoint Threat Insight Team eine bösartige globale E-Mail-Kampagne, die mehrere aktuelle Aufhänger in einer einzigen E-Mail kombinierte, um die bekannte Malware Emotet zu verbreiten. Diese Kampagne nutzte mehrere Themen wie die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg, die Weihnachtszeit sowie Umweltbewusstsein und Aktivismus, um ein größeres Publikum anzusprechen. Die E-Mails enthielten einen .doc-Anhang, der wie eine Anleitung aussah, wie man an einem Protestmarsch teilnehmen könne.

Wenn die Empfänger das Dokument jedoch öffneten, führte dies stattdessen zur Installation eines Banking-Trojaners auf dem Computer des Opfers, wodurch die Systeme abstürzten und unbrauchbar wurden.

All diese Cyberangriffe von Cyberkriminellen hätten durch zwei einfache Maßnahmen der Nutzer verhindert werden können:

  • Denken Sie nach, bevor Sie klicken
  • Überprüfen Sie verdächtige Anfragen unbedingt persönlich

Cyberkriminelle machen niemals Pause, und die Weihnachtszeit erlebt oft ein besonders hohes Maß an Malware, die auf die gutherzige Natur des Menschen abzielt. Befolgen Sie unbedingt unsere einfachen Schritte, um in dieser Zeit der Freude und Hoffnung geschützt zu bleiben.

Faisal Misle
Faisal Misle
Senior Lead CSE

With exceptional email security knowledge and industry experience, Faisal is hands-on and dedicated CSE for Red Sift.